Der Obstgarten im November 2026

Anfangs des Monats ist auch die Ernte später Apfel- und Brnensorten  in der Regel abgeschlossen.
Bei den Obstgehölzen setzt jetzt der erste stärkere Blattfall ein.

Bei den Obstbäumen sind jetzt bereits gut die Blüten- und Blattknospen der kommenden Saison zu erkennen. Blütenknospen sind deutlich dicker als die Blattkospen. Man kann sich also bereits einen guten Überlblick verschaffen wie stark die Bäume im nächsten Jahr blühen werden.

Der Winterschnitt an Obstgehölzen kann grundsätzlich auch bereits jetzt schon erfolgen. Besser ist es jedoch die Bäume kurz vor oder zu Vegetationsbeginn, also Ende Februar / Anfang März zu schneiden.

Falllbaub ist ein guter organischer Bodenverbesserer und Dünger. Bei der Verrotung entsteht wertvoller Kompost bzw. Humus. Allerdings gibt es auch pilzliche Schaderreger wie beispielsweise den Apfelschorf, die auf dem Laub überwintern und im Frühjahr dann wieder durch ihre Sporen die jungen Blätter und Früchte infizieren können. Man sollte daher dafür sogen, daß sich das Laub unter den Bäumen bis zum Frühjahr gut zersetzt hat.. Dies lässt sich dadurch erreichen, daß man die heruntergefallenen Blätter durch Überfahren mit einem Rasenmäher zerkleinert. Alternativ kann man das Laub auch im Garten kompostieren.

Im Novermber beginnt die Pflanzsaison mit wurzelnackter Baumschulware. Es empfiehlt sich grundsätzlich möglichst frühzeitig zu pflanzen. Das Wurzelwachstumg der Bäume findet nämlich auch über Winter statt. Sobald die Bodentemperaturen Werte von etwa 5 bis  7° C  übesteigen, werden neue Wurzeln gebildet. Bei frühzeitiger Pflanzung können die Obstgehölze bis zum Frühjahr also schon vielen neue Wurzeln bilden und sind dann gegen trockene Witterungsbedingungen im Frühjahr besser gewappnet.

Neupflanzungen auf Obstwiesen sind häufig durch Feld- und Wühlmäuse gefährdet. Je nach Standort können auch Hasen und andere Wildtiere Schäden an den Stämmen verursachen. Ein Schutz ist durch Wühmauskörbe bzw. Drahthosen möglich.

Johannisbeeren können über Winter leicht durch Steckhölzer selbst vermehrt werden.

Misteln stellen eine sehr große Bedrohung dar. Sie entziehen den Obstbäumen Wasser und Nährstoffe und führen bei starkem Befall zum Absterben der Gehölze. Die Mistelbüsche sollten daher im Rahmen des Winterschnitts oder auch in einer getrennten „Mistel-Bekämpfungs-Aktion“ regelmäßig entfernt werden. Da die Mistel aus Senkwurzeln im Inneren von Ästen wieder austreiben können und nach etwa 4 bis 5 Jahren wieder neue Blüten und Früchte bilden, sollte der Bekämpfungserfolg regelmäßig kontrolliert werden.

In den letzten Jahren haben wir es zwar häufig mit recht milden Wintern zu tun. Erdbeeren sind gegenüber sehr alten Temperaturen, insbesondere in windoffenen Lagen ohne Schneeauflage.In Situationen, in denen mehrtägiger Dauerfrost auftritt und die Temperaturen unter -10 °C absinken, sollten Erdbeerbeete zusätzlich durch Auflage eines Vlieses geschützt werden.

 

Beginnender Laubfall an einem Apfelbaum
Blüten- und Blattknospen Apfel